Chronik

Im Jahre 1927 wurde der Boßelverein Liek ut'e Hand Astede gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Hermann Hinrichs und zum Kassenwart Diedrich Hinrichs gewählt.

Die ersten Wettkämpfe wurden gegen die Vereine Astederfeld, Neuenburg und Pohl (Schweinebrück) ausgetragen. Über die Ergebnisse ist leider nichts bekannt.

Eines der ersten, vielleicht sogar das erste Bild des KBV Astede. Auf einer Tafel wurde der Name des Boßelvereins Liek ut`e Hand Astede geschrieben. Schon damals traf man sich im "Asteder Krug" (Möhlmann`s Gasthaus).

Johann Schepker, Diedrich Hinrichs, Reinhard Hinrichs, Hermann Hinrichs, Fritz Röbke, August Frerichs, Fidi Dinklage, Johann Frerichs, Diedrich Willms, Georg Ohmstede, Eilert Goosmann, Paul Spetzen, Franz Witte, Heini Ludwigs, Heini Schütte, ? Schütte, ? Schepker, Heinrich Bruns, Diedl Hellwig, Hermann Heidemann, Georg Oltmanns, Karl Zimmermann u.a.

Diese dürften die Gründungsmitglieder gewesen sein.

Auszug aus einem Protokoll

Geschrieben stand:

"Am 27.01.1928 hielt der Boßelverein `Liek ut'e Hand´ am Sonnabend seine Monatsversammlung ab. Da wichtige Besprechungen vorlagen, u.a. über das Stiftungsfest, sei das Erscheinen sämtlicher Mitglieder erwünscht (aufnahme neuer Mitglieder). Wahrscheinlich soll am nächsten Sonntag ein Wettkampf stattfinden, zwischen dem Neuenburger Verein `Fix wat mit´ und dem Asteder Verein `Liek ut'e Hand´. Es wird sicherlich ein interessanter Kampf werden."

Die Eintrittskarten zum Stiftungsfest kosteten 1,30 RM und der Musiker 30 RM.

Das 5. Kreisfest der Friesensportler wurde im September 1936 in Neuenburg ausgetragen. Ausrichter waren die Vereine "Fix wat mit" Neuenburg und "Liek utè Hand" Astede. Der anhaltende Regen sorgte dafür, dass die Sportler keinen trockenen Faden mehr am Leibe trugen. Beim Jugendwerfen (16-18 Jahre) belegte Walter Röbke den 1. Platz mit 199,65 m und Karl Heidemann den 4. Platz mit 167.10m.

1937 wurde festgestellt, dass über 650 aktive Friesenspieler im Kreis IV gemeldet seien. Nach Rosenberg und Bockhorn folgte Astede mit 80 Mitgliedern. 1937 sind von Astede 10 Wettkämpfe ausgetragen worden, davon 5 gewonnen und 5 verloren.

Die Boßeler vor dem Asteder Krug im Jahr 1938

In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 sind Aktivitäten seitens des Vereins nicht nachzuvollziehen. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges endete jegliche Vereinsarbeit und sportliche Wettkämpfe. Viele waren als vermisst gemeldet, zahlreiche Familienväter und hoffnungsvolle Söhne sind aus dem schrecklichen Krieg nicht mehr zurückgekehrt. Sie hinterließen im Verein eine große Lücke.

Die Liebe zum Heimatsport Klootschießen und Boßeln führte jedoch dazu, dass sich die Werfer wieder zusammenfanden.

Im März 1946 wurden Wettkämpfe gegen Grabstede, Schweinebrück und Astederfeld geführt. Im Juni gab es ein Vereinspreiswerfen mit Ball bei Tönjes, Lindenhof. Ab September wurden Wettkämpfe gegen Oltmannsfehn, Jeddeloh, Schweinebrück, Bockhorn, Grabstede und Steinhausen durchgeführt. Einen Vereinsball gab es bei Tönjes, Lindenhof zu Weihnachten.

Im März 1957 fand ein Boßelwettkampf zwischen den Kreisen Friesische Wehde und Ammerland statt. Der Kreis Ammerland siegte mit einem Vorsprung von 6 Shoet 51 m. Astede erreichte hier einen Sieg über Westerstederfeld/ Ihorst mit 3 Shoet 18 m.

Beim Boßelwettkampf der Kreise Waterkant gegen Friesische Wehde im April siegte die Friesische Wehde mit 27 Shoet und 4 m. Astede gewann gegen die Mannschaft Streek II mit 8 Shoet 23 m.

360 Boßler aus dem Kreis Jeverland und Friesische Wehde nahmen an dem Kreistreffen in Schortens im Oktober teil. Die Friesische Wehde siegte mit 20 Shoet 69 m.

Das letzte Bild mit unseren Boßlern vor dem Asteder Krug

1969 wurden von insgesamt 11 Wettkämpfen 7 mit 97,39 Shoet gewonnen und 4 mit 51,57 Shoet verloren. Im Mai feierte Ruttel sein 50-jähriges Jubiläum mit dem Unterverbandsfest. Beim Werfen um die Unterverbandsplakette im Mannschaftswerfen Straßenboßeln erreichte Astede den 3. Platz mit 982 m hinter Neudorf mit 987 m und Sanderahm mit 1031 m.

Auch 1969 gab es eine Fahrt ins "Blaue", Preisknobeln und Preiskegeln sowie den Weihnachtsball mit Tombola.

1976 wurden 15 Wettkämpfe ausgetragen. Gewonnen wurden die Kreismeisterschaft und der Junker-Pokal.

Die Kreismeister-Mannschaft von 1976:Johann Meyer, Hans Meyer, Heinz Rabe, Karl-Heinz Gerdes, Heinz Juilfs, Wilfried Härtel, Artur Ehlers, Hermann Lammers, Helmut Foege und Peter Wedemann

1977 war das Jubiläumsjahr - 50 Jahre KBV ASTEDE. Das Fest wurde an drei aufeinander folgenden Sonntagen gefeiert.

Am 1. Mai stand das Kreisfest des Kreises X "Friesische Wehde" an mit öffentlichen Pokalbahnen bei Heinz Renken (Zur Schaumburg) in Neuenburgerfeld.

Ein öffentliches Preisboßeln für "Jedermann", örtliche Vereine und Schulen am 8. Mai. Die Veranstaltung fand bei der neuen Schule (Astrid-Lindgren-Schule) statt. Mitr einem ganztägigen Flohmarkt, Platzkonzert des Spielmannzuges, Erbsensuppen-Essen usw.

Ein großer Festball am 14. Mai im "Neuenburger Hof" mit Pokal-Vergabe und Preisverteilung, Gratulationen und Ehrungen bildeten den Abschluss.

1981 hatte die 1. Männermannschaft in der Kreisliga ein gutes Jahr und stand auf Platz 1, wurde somit Kreismeister, die 2. Mannschaft stand im Mittelfeld. 1981 wurde die neu gegründete Frauenmannschaft aufgenommen.

Nach Einführung der Punktewettkämpfe boßelten die Männermannschaften in der Bezirgsliga West und erreichten hier gute Mittelplätze, einmal sogar den 2. Platz. Dadurch, dass die Männermannschaft verjungt wurde, konnte ein Klassenerhalt nicht mehr erreicht werden.

Am 6. Januar 1981 gründete sich die Frauengruppe des KBV Astede. Anwesend waren: Hanna Meilahn, Ilse Rabe, Helga Jelken, Helga Schütte, Inge Lüers, Hanna Meyer, Erna Hinrichs, Käthe Kaul, Magda Swyghuizen, Anne Lammers, Inge Lammers und Elfriede Juilfs sowie Heinz-Günther Ehlers und Hermann Lammers.

1982 boßelten die Frauen erstmals um Punkte. Geboßelt wurde in der 1. Kreisklasse und in der 2. Kreisklasse. als Betreuer hatte sich Heinz-Günther Ehlers zur Verfügung gestellt. in der 1. Kreisklasse erreichten die Frauen den 3. Platz und in der 2. Kreisklasse den ersten Platz und wurden somit Staffelsieger.

Das Jahr 1987 stand ganz im Zeichen der Fahnenweihe.Die alte vorhandene Fahne war nunmehr 60 Jahre alt und hatte ausgedient. Auf Wunsch aller Mitglieder sollte zum 60-jährigen Jubiläum eine neue Fahne angeschafft werden.

Der Landesverbandsvorsitzende Egon Mehrings nahm in Astede die Fahnenweihe vor

Ida Agena aus Grabstede hat die Fahne genäht und Willi Egenhoff aus Ruttel hat sie mit unserem Neuenburger Schloß bemalt. Am Freitag, dem 22. Mai 1987, im Rahmen eines Festabends, wurde die neue Fahne durch den damaligen Vorsitzenden des Landesverbandes Oldenburg, Egon Mehrings, geweiht:"Möge dieser Tag in die Geschichte des Vereins eingehen, möge euch die Fahne in guten wie in schweren Zeiten stets den richtigen Weg weisen." Als erste Fahnenträger fungierten Jörg Lüers, Dirk Lammers und Andreas Rabe.Die Mitglieder Heinz Meilahn und Inge Lüers, die sich für die Beschaffung der Fahne sehr bemüht und eingesetzt haben, wurden besonders geehrt.Ein öffentliches Pokalwerfen, auch für örtliche Vereine und Gruppen, schloss die Feierlichkeiten ab.

1996 wurden die Frauen III wiederum Kreismeister, erreichten die Landesverbandsmeisterschaft und siegten bei den Verbandsmeisterschaften des FKV in Neuschoo.Bei den Landesverbandsmeisterschaften und den Verbandsmeisterschaften des FKV in Neuenburg,1997, wurden unsere Frauen III erster.Im Jahre 1997 wurden sie 2. Sieger bei der vom Kreissportbund Friesland und der NWZ durchgeführten Wahl zur Mannschaft des Jahres.

Unsere Frauenmannschaft vom April 1998

Ganz besonders stolz ist der KBV Astede auf seinen Deutschen Meister im Verein.

Dennis Wardenburg erreicht:

1995 Jugend D Gummi KLV 4. Platz
1997 Jugend C Holz KLV 12.Platz
2000 Jugend A Holz KLV 2. Platz
2001 Jugend A Holz KLV 4. Platz

Im FKV erreicht er den 3. Platz mit 1510 m hinter dem 2. Matthias Gerken, Kreuzmoor, 1547 m und 1. Hilko Tränapp, Berumerfehn, mit 1555 m.

Mannschaftsmeister 2001 bei den Deutschen Meisterschaften in Blomberg mit 9 Durchgängen, 2 Wurf und 95 m vor NRW mit 11 Durchgängen, 1 Wurf 202 m.

Werfer: H. Tränapp, M.Gerken und Dennis Wardenburg.

Unser Deutscher Meister Dennis Wardenburg

Unsere beiden Ehrenvorsitzenden: Hinrich Tönjes und Hermann Lammers

Beide Ehrenvorsitzende haben unseren Verein jahrzehntelang als erster oder zweiter Vorsitzender geführt.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei allen bedanken die in unseren Verein ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt haben oder noch ausüben. Besonders hervorheben möchten wir Inge, Andrea und Klaus Lüers, Heinz-Günther Ehlers und Harald Wilkens.

von Links nach Rechts:

1) Inge Lüers: Schriftführerin, 1981 bis noch kein Ende in Sicht, 27 Jahre (noch im Amt)

2) Andrea Lüers: stellvertretene Schriftführerin, 1991 bis noch kein Ende in Sicht, 17 Jahre (noch im Amt)

3) Harald Wilkens: 2. Vorsitzender, von 1998 bis 2005, 8 Jahre

4) Heinz-Günther Ehlers: 2. Vorsitzender ,von 1989 bis 1997, 9 Jahre und 1. Vorsitzender von 2000 bis 2006, 6 Jahre

5) Klaus Lüers: Kassenwart, 1979 bis noch kein Ende in Sicht, 29 Jahre (noch im Amt)